Blindenführhundschule CLAUDIA DETZER


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Labrador im Führgeschirr

Einen Blindenführhund im Dienst erkennen Sie daran, dass er ein Führgeschirr trägt.
Dieser Bügel ermöglicht es der/dem Blinden, alle Bewegungen des Tieres zu erkennen und jeden Richtungswechsel sicher mitzumachen.




Wie können Sie helfen ?

1. Den Hund nicht ablenken oder locken
Bitte lenken Sie den Führhund nicht von seiner Arbeit ab, die viel Konzentration verlangt.
Insbesondere: Streicheln oder füttern Sie ihn nicht. Sprechen oder starren Sie ihn nicht an.
Nehmen Sie Ihren eigenen Hund an die Leine und umgehen Sie das Führhundgespann zügig in einem gewissen Abstand.
Locken Sie den Hund nicht, denn er muss bei der blinden Person bleiben.

2. Blinde Personen nicht anfassen
Bitte helfen Sie nur durch Zuruf. Unvermitteltes fremdes Anfassen und Führen machen den Hund unsicher.
Gern können Sie jedoch Ihre Hilfe anbieten.

3. An Ampeln
Bitte sagen Sie der/dem Blinden an Ampelwegen, wenn es grün wird.
Der Führhund kann die Verkehrsampel nicht deuten.

4. Keine Rolltreppen
Fragen Blindenführhundhalter nach einer Treppe, so ist immer eine normale Treppe gemeint.
Führhunde dürfen keine Rolltreppen anlaufen, da sie sich dort die Pfoten verletzen könnten.

5. Hinweise hilfreich, Gesten aber sinnlos.
Für Orientierungshinweise sind Blinde sehr dankbar.
So ist es beispielsweise an Haltestellen äusserst hilfreich, die Nummern einfahrender Bahn- und Buslinien zu nennen.
Werden Sie von Blinden nach dem Weg gefragt, so geben Sie bitte eindeutige Richtungsanweisungen.
Hinweise sind hilfreich, Gesten aber sinnlos.

Bitte erleichtern Sie es dem Führhund, seinen Weg zu finden; geben Sie den Weg frei.

7. Parken
Bitte parken Sie so, dass das Führhundgespann auf dem Gehweg noch vorankommt und Übergänge über die Stra¢¥e nicht zugestellt sind.

8. Hindernisse
Bitte sorgen Sie dafür, dass Hecken, überhängende Bäume, Mülltonnen und andere Hindernissen den Gehweg nicht vollständig versperren, sondern immer noch ein ausreichend breiter und hoher Durchgang bleibt.
Sonst muss der Führhund auf die Fahrbahn ausweichen, wodurch die/der Blinde und andere Verkehrsteilnehmer unnötig gefährdet werden.

9. Hunde tragen keine Schuhe
Bitte werfen Sie nichts auf Gehweg oder Fahrbahn, das die Hundepfoten verletzen könnte.

10. Nicht erschrecken
Bitte erschrecken Sie den Führhund nicht zum Beispiel durch Feuerwerkskörper, Schüsse aus Zündplättchenpistolen oder ähnliches. Sie gefährden sonst seine Diensttauglichkeit.

11. Kein Zutrittsverbot für Blindenhunde
Bitte denken Sie immer daran, dass Blinde dringend auf ihre Führhunde angewiesen sind und diese, wenn irgend möglich, nicht aus ihrer Obhut geben sollten.
Gestatten Sie deshalb Blinden mit ihren Führhunden den Zutritt auch dort, wo Hunde sonst nicht zugelassen sind, bzw haben Sie Verständnis dafür, dass Sie an solchen Orten gelegentlich Blindenführhunde antreffen.
Achten Sie, auch wenn Sie kein Hundefreund sind, die Leistung dieser Tiere und deren unschätzbaren Wert für blinde Menschen.

Quelle: "Arbeitskreis der Blindenfçhrhundhalter im Deutschen Blindenverband"